Lohnt sich ein Balkonkraftwerk bei dir – auf deinem Balkon, mit deinem Stromverbrauch, zu deinem Strompreis? Genau das beantwortet unser kostenloser Balkonkraftwerk-Rechner: Er berechnet Solarertrag in kWh, Eigenverbrauch, Ersparnis pro Jahr, Amortisationszeit und CO₂-Einsparung deiner Stecker-Solaranlage – realistisch geschätzt für Deutschland, ohne Anmeldung, direkt im Browser. Diese Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du den Solarrechner benutzt und was die Ergebnisse bedeuten.
Was der Balkonkraftwerk-Rechner berechnet
Der Rechner ist ein kombinierter Ertragsrechner und Amortisationsrechner für Balkonkraftwerke (Mini-PV-Anlagen bis 800 Watt Einspeiseleistung). Aus deinen Angaben ermittelt er:
- Jahresertrag in kWh – wie viel Solarstrom deine Module bei deiner Ausrichtung und Neigung erzeugen,
- Eigenverbrauch – welchen Anteil davon du selbst nutzt statt ihn zu verschenken,
- Ersparnis in Euro pro Jahr – bewertet mit deinem Strompreis,
- Amortisation – nach wie vielen Jahren die Anschaffungskosten wieder drin sind, inklusive Modulalterung (0,6 % pro Jahr) und Strompreissteigerung (2 % pro Jahr),
- CO₂-Einsparung – als Näherung mit 0,35 kg CO₂ je ersetzter Kilowattstunde Netzstrom.
Schritt für Schritt: So benutzt du den Rechner
1. Module, Leistung, Ausrichtung und Neigung
Wähle die Anzahl der Solarmodule und die Leistung je Modul in Watt Peak (heute üblich: 400–450 Wp). Dann stellst du für jedes Modul die Himmelsrichtung (Süd, Südost, Südwest, Ost, West … bis Nord) und den Neigungswinkel von 0° (flach) bis 90° (senkrecht am Balkongeländer) ein. Der Unterschied ist groß: Süd mit ~30° Neigung ist das Optimum, senkrechte Montage kostet rund 30 % Ertrag – die Richtwerte erklärt der Ausrichtungs-Artikel. Auch eine Ost-West-Kombination kannst du abbilden, indem du den Modulen unterschiedliche Richtungen gibst.
2. Region wählen
Die Sonneneinstrahlung unterscheidet sich innerhalb Deutschlands: Der Rechner rechnet mit rund 960 kWh je kWp in Norddeutschland, 1.030 in der Mitte und 1.110 im Süden. Wähle einfach deine Region – das genügt für eine realistische Schätzung.
3. Stromverbrauch und Strompreis eintragen
Dein Jahresstromverbrauch in kWh steht auf der letzten Stromrechnung (2-Personen-Haushalt: oft 2.000–3.000 kWh). Beim Strompreis kannst du deinen Arbeitspreis in €/kWh eintragen – der deutsche Durchschnitt liegt 2026 bei rund 37 Cent pro Kilowattstunde. Beide Werte bestimmen, wie viel vom Solarstrom du selbst verbrauchst und was jede Kilowattstunde wert ist.
4. Anschaffungskosten – und optional Speicher
Trag ein, was dein Balkonkraftwerk-Set kostet. Optional rechnest du einen Batteriespeicher mit ein (Speichergröße in kWh und Speicherpreis) – ob sich der Akku lohnt, vergleicht der Speicher-Artikel. Bei mehr als 960 Wp Modulleistung weist der Rechner automatisch auf die dann nötige Wieland-Installation hin und nimmt deren Kosten mit in die Amortisation. Auch die Drosselverluste einer Überbelegung (mehr Modulleistung als der 800-Watt-Wechselrichter einspeisen darf) sind eingerechnet.
Beispiel: 2 Module, Südbalkon, Mitteldeutschland
Zwei Module à 430 Wp (860 Wp gesamt), Süd, ~30° geneigt, Mitteldeutschland, 3.000 kWh Jahresverbrauch, 37 ct/kWh, Set für 500 €: Der Rechner kommt auf rund 890 kWh Jahresertrag, etwa 60 % Eigenverbrauch und damit grob 200 € Ersparnis im ersten Jahr – die Anlage ist nach rund zweieinhalb bis drei Jahren bezahlt. Danach produziert sie 20+ Jahre fast kostenlosen Strom. Genau solche Zahlen – mit deinen Werten – liefert dir der Rechner in zwei Minuten.
So liest du dein Ergebnis richtig
- Jahresertrag ≠ Ersparnis: Nur selbst verbrauchter Strom spart Geld. Überschuss geht unvergütet ins Netz – wie du den Eigenverbrauch erhöhst, zeigen diese 10 Tipps.
- Amortisation ist konservativ gerechnet: Modulalterung mindert den Ertrag leicht, steigende Strompreise erhöhen die Ersparnis – beides steckt in der Kurve „Wann rechnet sich die Anlage?".
- Typische Amortisationszeiten liegen ohne Speicher bei 2–4 Jahren – Details und Rechenwege im Amortisations-Artikel.
Detail-Modus: Tagesverlauf, Grundlast und Speicher-Steuerung
Wer tiefer einsteigen will, schaltet in den Detail-Modus. Dort stellst du deine Grundlast ein (Kühlschrank, Router & Co., oft 100–200 Watt Dauerverbrauch) und siehst im Diagramm „Ein Tag im Detail", wie Solarerzeugung, Stromverbrauch und Speicherfüllstand über 24 Stunden zusammenspielen – wahlweise für einen Durchschnitts- oder einen sonnigen Tag. Beim Speicher kannst du sogar zwischen lastgeführter Entladung (Smart-Meter-Steuerung) und fester Ausspeisung mit Zeitfenster (z. B. nachts) vergleichen – so siehst du, wie viel eine schlechte Speicher-Einstellung kostet.
Häufige Fragen zum Rechner
Wie viel Strom erzeugt ein 800-Watt-Balkonkraftwerk?
Je nach Ausrichtung, Neigung und Region meist 600–1.000 kWh pro Jahr. Den Wert für deinen Balkon liefert der Rechner in Sekunden.
Ist der Balkonkraftwerk-Rechner kostenlos?
Ja – kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Datenabfrage. Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser.
Wie genau ist die Berechnung?
Der Rechner nutzt realistische Ertragsfaktoren für Deutschland und ein typisches Haushalts-Lastprofil. Er ersetzt kein Gutachten, trifft aber die Größenordnung von Ertrag, Ersparnis und Amortisation zuverlässig – konservativ statt schöngerechnet.
→ Jetzt kostenlos berechnen: Ertrag, Ersparnis und Amortisation deines Balkonkraftwerks